Skip to content
ARFUR cover

ARFUR · Titel 13

Ein kona, eitt öskur

Altisländisch

Hören

Liedtext

Skrælingjar komu úr skóginum, Örvar flugu, menn mínir hlupu, Ég stóð kyrr, barn undir hjarta, Ég hafði engan stað að hlaupa til. Ég sá sverð liggja hjá dauðum manni, Ég tók það hægt, ég fann þyngd þess, Óttinn í kringum mig var eins og þoka, En í mér var aðeins ískuldi. Þeir hlupu til skipa, þeir gleymdu heiðri, Ég ein stóð eftir, ég ein valdi. Þeir hlupu til skipa, þeir gleymdu heiðri, Ég ein stóð eftir, ég ein valdi. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Blóð mitt rann niður bringu mína, Stálið sló við hold sem gaf ekkert eftir, Ég öskraði ekki af sársauka, Ég öskraði svo þeir vissu hvað ég var. Skrælingjar sáu konu verða skrímsli, Ah-ah-ah-aaaah... Þeir hlupu til skipa sinna. Þeir sneru aldrei aftur. Skrælingjar sáu konu verða skrímsli, Ah-ah-ah-aaaah... Þeir hlupu til skipa sinna. Þeir sneru aldrei aftur. Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Ein stóð ég, ein sigraði ég, Ein stóð ég, ein sigraði ég. Ein stóð ég, ein sigraði ég, Ein stóð ég, ein sigraði ég.

Die Skrælingar kamen aus dem Wald, Pfeile flogen, meine Männer liefen, Ich stand still, ein Kind unter dem Herzen, Ich hatte keinen Ort, wohin ich laufen konnte. Ich sah ein Schwert bei einem Toten liegen, Ich nahm es langsam, ich spürte sein Gewicht, Die Furcht um mich her war wie Nebel, Doch in mir war nur Eis. Sie liefen zu den Schiffen, sie vergaßen die Ehre, Ich allein blieb, ich allein wählte. Sie liefen zu den Schiffen, sie vergaßen die Ehre, Ich allein blieb, ich allein wählte. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Mein Blut lief mir über die Brust, Der Stahl schlug gegen Fleisch, das nicht nachgab, Ich schrie nicht vor Schmerz, Ich schrie, damit sie wussten, was ich war. Die Skrælingar sahen eine Frau zum Untier werden, Ah-ah-ah-aaaah... Sie liefen zu ihren Schiffen. Sie kehrten nie zurück. Die Skrælingar sahen eine Frau zum Untier werden, Ah-ah-ah-aaaah... Sie liefen zu ihren Schiffen. Sie kehrten nie zurück. Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Allein stand ich, allein siegte ich, Allein stand ich, allein siegte ich. Allein stand ich, allein siegte ich, Allein stand ich, allein siegte ich.

Die Geschichte zum Lied

Die Eiríks saga rauða stellt Freydís Eiríksdóttir, die Tochter Eiríks des Roten, in einen Kampf in Vinland. Die Nordleute wurden von jenen angegriffen, die die Sagas Skrælingar nennen, und die Männer brachen aus und liefen zu den Schiffen. Freydís war hochschwanger und konnte nicht mithalten. Sie rief ihnen nach, sie seien Feiglinge, und hätte sie eine Waffe, würde sie es besser machen als jeder von ihnen. Sie fand einen Toten, Þorbrandr Snorrason, mit dem Schwert neben sich. Sie nahm es und wandte sich den Angreifern zu. Die Einzelheit der Saga ist genau: sie zog die Brust aus dem Hemd und schlug mit der flachen Klinge dagegen. Die Skrælingar erschraken darüber und liefen zu ihren Booten zurück. Die beiden Vinland-Sagas beschreiben Freydís unvereinbar. Diese Szene stammt aus der Eiríks saga rauða. Die Grœnlendinga saga kennt keinen solchen Kampf und macht sie stattdessen zur Anstifterin der Tötungen im Lager in Vinland, was der Bericht hinter Öxin í myrkri auf FORNǪLD ist. Die mittelalterliche Überlieferung entscheidet nicht, welche Fassung zutrifft, und das Lied versucht es auch nicht. Es bleibt in der Fassung, die gesungen wird.

Eine andere Überlieferung