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ARFUR cover

ARFUR · Titel 12

Rís úr moldu

Altisländisch

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Liedtext

Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Þeir grófu mig djúpt, þeir héldu ég svæfi, En svefninn er ekki fyrir mig ætlaður, Ég tek styrk þeirra sem ég tók ekki í lífi, Ég verð sterkari með hverri nótt. Þeir sendu mann til að berjast við mig, Hann var sterkur, hann var hugrakkur, Ég féll að lokum, en með síðasta andanum, Ég bölvaði augum hans að eilífu. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Þú sérð myrkrið núna, er það ekki? Ah-ah-ah-aaaah... Það mun aldrei fara. Ég tryggði það með bölvun minni! Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg hér enn, ég ligg hér enn, Draugur gengur, draugur bíður. Ég ligg hér enn, ég ligg hér enn, Draugur gengur, draugur bíður.

Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Sie begruben mich tief, sie dachten, ich schliefe, Doch Schlaf ist mir nicht bestimmt, Ich nehme die Kraft, die ich im Leben nicht nahm, Ich werde stärker mit jeder Nacht. Sie schickten einen Mann, mich zu bekämpfen, Er war stark, er war mutig, Ich fiel zuletzt, doch mit dem letzten Atemzug, Verfluchte ich seine Augen auf ewig. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Du siehst jetzt die Dunkelheit, nicht wahr? Ah-ah-ah-aaaah... Sie wird nie weichen. Dafür sorgte ich mit meinem Fluch! Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege noch hier, ich liege noch hier, Der Draugr geht, der Draugr wartet. Ich liege noch hier, ich liege noch hier, Der Draugr geht, der Draugr wartet.

Die Geschichte zum Lied

Ein Draugr ist der Tote, der nicht im Hügel bleibt. Die Sagas behandeln ihn als leibliches Problem, nicht als Spuk: der Körper ist schwer, aufgedunsen und kalt, er behält sein Fleisch, und er wird stärker, je länger er umgeht. Er tötet Vieh und Menschen, und der Boden, über den er geht, verdirbt. Der bekannteste Fall ist Glámr in der Grettis saga. Er war ein Hirte, den man zu Weihnachten tot fand und dort begrub, wo er lag, weil sich der Leichnam nicht zur Kirche schaffen ließ; danach ging er um. Grettir Ásmundarson kam, ihn zu bekämpfen, und siegte, aber nur knapp. Als Glámr sterbend unter ihm lag, trat der Mond hinter ihnen hervor, und Glámr sagte Grettir, er werde nie stärker werden als in diesem Augenblick, seine Taten würden sich in Unglück wenden, und er werde diese Augen immer im Dunkeln sehen. Von jener Nacht an fürchtete Grettir die Dunkelheit, und das richtete ihn zugrunde: er ertrug das Alleinsein nicht, und die Ächtung, die folgte, kostete ihn das Leben. Das Lied ist der Bericht des Draugr selbst. Es behält, was die Saga über diese Art Tod sagt: der Fluch am Ende überdauert den Kampf, und der Sieger verlor mehr als der Gefallene.