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ARFUR cover

ARFUR · Titel 11

Örlögin ganga hægar

Altisländisch

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Liedtext

Völva sagði mér dauða minn, Ormur úr hausi Faxa hests míns, Ég hló, ég reiddist, ég drap hestinn, Ég gróf hann djúpt, ég flúði örlögin. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ég barðist í hverju landi þekktu, Konungar dóu, heimsveldi féllu, Ég einn stóð eftir, ódauðlegur að sjá, Þrjú hundruð ár, ég taldi ekki lengur. Gamall maður snýr heim að lokum, Fætur hans þekkja gömlu slóðina, Hann finnur haug þar sem hesturinn svaf, Spádómurinn beið þolinmóður allan tímann. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ég sparkaði í hauskúpuna gömlu, Ah-ah-ah-aaaah... Ormurinn beið þar. Þrjú hundruð ár. Fyrir mig einan. Ég sparkaði í hauskúpuna gömlu, Ah-ah-ah-aaaah... Ormurinn beið þar. Þrjú hundruð ár. Fyrir mig einan. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ormurinn beit, spádómurinn stóð, Þrjú hundruð ár breyttu engu. Ormurinn beit, spádómurinn stóð, Þrjú hundruð ár breyttu engu.

Eine Völva sagte mir meinen Tod voraus, Eine Schlange aus dem Schädel von Faxi, meinem Pferd, Ich lachte, ich ergrimmte, ich tötete das Pferd, Ich begrub es tief, ich floh mein Schicksal. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Ich kämpfte in jedem bekannten Land, Könige starben, Reiche fielen, Ich allein blieb übrig, unsterblich anzusehen, Dreihundert Jahre, ich zählte nicht mehr. Ein alter Mann kehrt zuletzt heim, Seine Füße kennen den alten Pfad, Er findet den Hügel, wo das Pferd schlief, Die Weissagung wartete geduldig die ganze Zeit. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Ich trat gegen den alten Schädel, Ah-ah-ah-aaaah... Die Schlange wartete dort. Dreihundert Jahre. Auf mich allein. Ich trat gegen den alten Schädel, Ah-ah-ah-aaaah... Die Schlange wartete dort. Dreihundert Jahre. Auf mich allein. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Die Schlange biss, die Weissagung stand, Dreihundert Jahre änderten nichts. Die Schlange biss, die Weissagung stand, Dreihundert Jahre änderten nichts.

Die Geschichte zum Lied

Die Örvar-Odds saga gehört zu den fornaldarsögur. Eine Völva kam auf den Hof, wo Oddr jung war, und sagte jedem dort voraus, was aus ihm werden würde. Oddr wollte nichts davon wissen und schlug sie. Sie gab ihm sein Schicksal dennoch: er werde dreihundert Jahre leben und weit reisen, doch auf ebendiesem Hof sterben, getötet von seinem Pferd Faxi. Er tötete das Pferd sogleich, verscharrte es in einer Grube, häufte Steine darüber und zog fort. Die dreihundert Jahre sind die Saga selbst, eine lange Laufbahn aus Raubzügen und Kämpfen durch Skandinavien, das Baltikum, die Rus und darüber hinaus. Am Ende kehrt er als alter Mann zurück, um den Ort wiederzusehen. Er stößt an etwas im Boden, und es ist Faxis Schädel. Eine Natter kommt heraus und beißt ihn in den Fuß, und er stirbt an der Wunde. Die Zeile des Liedes ist die Ironie der Saga selbst: das Schicksal jagte ihn nicht. Es blieb, wo es war, und wartete, bis er zu ihm zurückging.